Der (Festival-)Sommer schreitet mit großen Schritten voran, trotzdem liegen noch einige echte Perlen vor uns. Da wären zum Beispiel am nächsten Wochenende das Melt!, das aber leider schon ausverkauft ist. Später kommt dann das wahrscheinlich letzte Highfield an der aktuellen Location. Wer noch nicht da war, sollte dem namenspendenden Stausee Hohenfelden unbedingt einen Besuch abstatten.
Für alle nützlichen Infos gibt es eine neue Seite: www.mein-festival.de. Ein recht interessantes Projekt als Ersatz für den omnipräsenten Festivalguide. Sortiert nach Genre, Preis oder Region findet ihr alles was die Deutsche Festivalszene zu bieten hat mit kurzer Beschreibung und den nackten Zahlen sowie Lineup.
Gerade zurück aus dem Urlaub dürstet es mich nach neuem Input in Sachen Musik. Also noch schnell einen Abstecher zu den alten Kollegen eingelegt und potentiell interessante Sachen angehört. Mit von der Partie: The Decemberists, Papa Roach, Who made Who, Peter Bjorn and John und Empire of the sun. Alles Sachen, die mich entweder neugierig machen oder schon lange von mir erwartet werden. Hier jetzt mal eine kurze Einschätzung nach dem ersten Hördurchgang.
Zuerst hab ich mir Walking on a dream von Empire of the sun angehört. Die Single hat mich hier neugierig gemacht. Fand ich interessant, zumal bei den letzten Intro Lieblingsliedern ein netter Remix von Sam La more enthalten war. Allerdings ist das Album in seiner Gesamtheit eine erschreckende Hommage an MGMT. Das war alles sehr in die gleiche Richtung gebügelt. Selbst das extavagante CD Cover verstärkt diese Assoziation. Nett sind die Songs trotzdem. Neben der Single hat es mir besonders We are the people angetan.
Peter Bjorn and John – Living Thing
Ich hatte keine genaue Vorstellung was mich erwartet. Aber der Stil gefällt mir, schön weg vom Young folks Desaster. Zu mehr Beurteilung fühle ich mich noch nicht befähigt. Der Song Lay it down steht ganz oben auf der Ohrwurm-Liste.
Papa Roach – Metamorphosis
Beim ersten Song hab ich den Sänger nicht wiedererkannt. Dachte die Band hat nun mittlerweile keine Mitglieder der Originalbesetzung mehr. Beim zweiten klang das doch wieder nach Jacoby. Naja, das Album wollte ich nur wegen alter Jugendgefühle hören – und bin bitter enttäuscht worden. Die Musik hat wirklich mal Spaß gemacht, aber das hier hat weder textlich noch musikalisch nur den geringsten positiven Einfluss auf meine Mundwinkel.
Who made Who – The Plot
Gestern auf der Zugfahrt hab ich einen Artikel über das Album in der Süddeutschen gelesen. „Pop auf den Punkt“ soll das sein und alle möglichen Zuhörer vereinen. Nach dem doch recht ausführlichen Artikel habe ich viel erwartet, aber irgendwie nicht das. Das Album trifft zwar nicht meine Erwartungen, klingt aber gut. Das braucht wohl noch ein Zeit und viele Plays auf meinem iPod. Aber hey „grower“ sind doch immer noch die schönsten Alben.
Also mal sehen, was die kommenden Tage mit sich bringen. Falls es nennenswerte Meinungsänderungen gibt, werde ich die schon kundtun.
Dass ich Musiker über youtube für mich entdecke ist eigentlich noch nie vorgekommen und auch in diesem Fall habe ich die Schützenhilfe von Weezers Video zu Pork and Beans dankend angenommen.
Die Rede ist von Ronald Jenkees Der Typ macht Musik und zwar richtig ordentliche Beats (meist mit Fruity Loops) und jamt dann mit seinen Keyboards dazu. Es ist eine wahre Freude. Einzelne Videos von ihm haben an die 2,4 Mio Views. Schaut ihn euch an und staunt. Mittlerweile hat er ein eigenes Album veröffentlicht und scheint zumindest in den USA schon einen hohen Bekanntheitsstatus zu haben. Das ist auch wirklich kein Wunder wenn man sich diese „catchy tunes“ anhört. Was mich vor allem begeistert ist die Tatsache, dass er die Keyboardgeschichten improvisiert und sie deshalb immer ein wenig anders klingen. Hier noch eine Kostprobe seiner Schaffenskunst und ansonsten empfehle ich seinen youtube-channel!
Meiner Freude über das neue Röyksopp-Album und die dazugehörige Single Happy up Here habe ich vor geraumer Zeit schon einmal Ausdruck verliehen. Nun habe ich heute festgestellt, dass es mittlerweile ein Video zu der Single gibt. Und dieses gefällt mir mindestens ebenso wie der Song an sich. Und als ich die leichte Reminiszenz an Space Invaders gesehen habe, wurde ich auch gleich wieder ein Scrubs-Folge erinnert, die ich vor kurzem gesehen habe. Also jetzt hier auch für euch ein Video zum genießen und eins zum Lachen.
Aus der siebten Staffel von Scrubs Episode 07 – My Bad too:
… keeps the doctor away. So oder so ähnlich könnte das Motto von Songs you used to love lauten. Jeden Tag gibt es einen Song als Stream, den man garantiert schon einmal irgendwann zumindest kurzzeitig gemocht hat. Eine nette Idee wie ich finde. Eignet sich auch sehr gut als Startseite. Den Tag mit einem Stück Musik zu beginnen, das mit einer hohen Wahrscheinlichkeit gut ist, ist ein guter Ratschlag an Alle. So entgeht man der Gefahr nerviger Privatradio-Moderatoren.
Als ich auf dieser netten Seite war, hab ich mir auch gleich mal einen tumblr-Account zugelegt. Im Moment bin ich noch am überlegen, was man damit alles anstellen kann, was ich nicht auch mit diesem Blog abdecken könnte. Naja, mir fällt schon noch etwas ein . Bis dahin gibt es noch genug Tage guter Musik zu entdecken. Zum Beispiel den Song zu Halloween…
So richtig neu ist dieser Tip für gute und vor allem kostenlose Musik ja nicht. Aber trotzdem immer wieder eine Empfehlung wert: Die Intro Lieblingslieder.
Die kostenlose Musikzeitung Intro veröffentlicht in Zusammenarbeit mit iTunes jeden Monat eine Compilation mit ca. 10 Tracks bester Indie-Musik. Ich lade mir die Scheiben jetzt seit einem halben Jahr und bin jedes Mal wieder über mindestens eine gute Neuentdeckung gestolpert. In der aktuellen Auflage mit dabei sind zum Beispiel die gerade erst vorgestellten Ghost of Tom Joad mit ihrer Single Into the Wild. Noch dazu Olli Schulz, Who made Who, Super 700 und viele mehr.
Wie die Kooperation mit iTunes schon erahnen lässt, findet man auf der Intro Homepage nicht einfach einen Downloadlink. Es sind ein paar Voraussetzungen nötig um an die Musik zu kommen und das will ich euch natürlich nicht verschweigen. Neben einem Intro-Account (schnell erstellt) benötigt man iTunes und auch einen iTunes Store Account (schon weniger einfach). Da ich das alles aufgrund meines iPods eh schon alles hatte, war das kein Problem. Ich kann aber verstehen, dass dieses Anmeldeprozedere für den ein oder anderen zu viel ist. Ich kann nur sagen, die Musik die ihr im Gegenzug bekommt lohnt sich. Und auch ich bin mittlerweile der Meinung, dass sich iTunes ganz gut als Musikplayer eignet.
Hier noch der Link zu den Lieblingsliedern und dann schnell losgelegt, denn es gibt jeden Monat nur eine begrenzte Anzahl an Gutscheinen!
Es ist mal wieder an der Zeit, einen kleinen Tipp in Sachen Gratis-Mp3 zu verbreiten. Gleichzeitig gibt’s eine kleine Bandempfehlung dazu. Und auch die ist gratis.
Als ich heute die Weiten der mp3-Welt durchsucht habe, bin ich auf die neue Single von Ghost of Tom Joad gestoßen. Nachdem deren erstes Album No sleep until Ostkreuz mich nicht besonders interessiert hat, hab ich mich auch erst sehr spät und mehr durch Zufall mit dem Nachfolger namens Matterhorn auseinandergesetzt. Aber es hat sich gelohnt! Das beweißt auch die neue Single „Into the wild“. Die gibt es zur Zeit kostenlos im Netz. Beim Link einfach auf das Plattencover klicken und schon geht’s los.
Auch das Video zum Song kann sich sehen lassen und überrascht vor allem durch den männlichen Protagonisten. Der ist nämlich niemand geringeres als Aydo Abay, seineszeichens Ex-Sänger der von mir geschätzten Band Blackmail. Das Video will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten:
Wer auf den Geschmack gekommen ist sollte sich Matterhorn auf alle Fälle anhören. Das Album ist reifer, ein wenig düsterer aber auf alle Fälle besser als No sleep until Ostkreuz. Noch dazu ist die Band im März auf großer Deutschland-Tour. Also auch live anschauen ist möglich.
Wenn Maschinen mir Musik empfehlen, geht das meistens schief. Sei es Amazon, last.fm oder sonstwas. Irgendwie kommt nie, was ich gerade hören, geschweige denn kaufen will. Nun habe ich heute im Anflug der Prokastrination mal iTunes angeworfen um Musik zu hören. Diese Handlung an sich ist schon erwähnenswert, da ich das Stück Weichware sonst nur zum Befüllen des iPods nutze.
Nun dachte ich aber, dass ich ja mal schauen könnte, ob Apple es vielleicht auch bei meinem Musikgeschmack besser weiß als alle anderen. Die Rede ist von dieser super Genius-Funktion von iTunes. Genau die, welche sich bei jedem eh schon lang dauerndem iTunes-Start erstmal fünf Stunden mit Apple unterhält, was ich denn so höre und gar nicht mehr aufhören will, Sachen zu Apple zu schicken und zu empfangen.
Ich haue also Children of Bodom mit Lil‘ Bloodred Ridin‘ hood in den Player und hoffe auf 100 Titel geballter Metalpower. Aber schon bei Track 10 stockt mir das Herz: Mika mit Relax, take it easy. WTF? Wenn ich CoB höre will ich keinen BeeGees Verschnitt in meiner Playlist. Schlimm genug, dass sich sowas in meiner Mediathek findet, aber welcher intelligente Algorithmus hat sich diesen Scherz erlaubt? Klar gilt bei CoB für mich das Motto: „Relax, take it easy“, aber das ist kein Grund für Mika zwischen gestandenen Heroen wie RATM, Metallica, Slipknot und CoB. Mein trockenes Fazit:
Eine meiner musikalischen Leidenschaften besteht darin, Coverversionen zu sammeln. In den letzten Jahren haben sich da vor allem durch meine Arbeit als Chefredakteur Musik (mittlerweile a.D.) eine beachtliche Zahl mehr oder weniger guter Songs angesammelt. Ich habe es leider nie geschafft, diese Sammlung auch einmal der Öffentlichkeit in Form einer Radiosendung zu präsentieren, deswegen hab ich hier die „Cover me!“-Kategorie ins Leben gerufen. In unregelmäßigen Abständen werde ich euch mit interessanten Coverversionen versorgen. Das ist bei weitem keine neue Idee, aber ich hoffe die ein oder andere unbekannte Perle ans Tageslicht befördern zu können.
Der Reigen wird eröffnet von einer von mir sehr geschätzten Sängerin: Emiliana Torrini. Vor Jahren durch einen Freund lieb gewonnen, bin ich immer wieder verzaubert vom Charme ihrer Stimme. Dieser Tage habe ich nun entdeckt, dass eben diese Stimme einen an sich schon guten Song gecovert hat: Simon and Garfunkels Sound of Silence. Nun ist es ja so, dass Coverversionen in Sachen Musik und Gesang sehr viel falsch, aber auch sehr viel richtig machen können. Emiliana Torrini’s Version ist hinsichtlich der Musik sehr konservativ und nah am Original. Das stört aber auch nicht weiter, da es ja hauptsächlich um ihre einzigartige Stimme geht. Und die klingt erwartungsgemäß sehr gut, ist in der Interpretation aber auch sehr nah am Original. Besonders gut ist Emiliana Torrini aber genau dann, wenn sie (wenn auch nur geringfügig) von der Originalmelodie abweicht. Mein Goldstück™ sagt, dass die besonders hohen Passagen nicht gelungen sind. Da muss ich ihr teilweise Recht geben.
Insgesamt aber ein Stück Musik, dass zu recht in die Kategorie Ohrwurm gehört.
Sieben lange Monate ist es nun schon wieder her, dass Weezer ein musikalisch aber vor allem internet-kulturell wertvolles Stück Musik veröffentlicht haben. Die Rede ist natürlich vom Song Pork and Beans, der Single vom Red Album. Dieses Video macht wahrscheinlich allein 50 Prozent meiner gesehenen Videos bei Youtube aus und ist mittlerweile so bekannt, dass Freunde meinerseits sogar Seminarsitzungen an ihrer Uni diesem Thema widmen.
Für alle die es wirklich geschafft haben das Ding noch nicht zu kennen: In diesem Video haben Weezer eine ganze Reihe an Leuten eingeladen, die über Youtube berühmt geworden sind und garnieren das Ganze mit einer Reihe Anspielungen auf die bekanntesten Youtube-Videos.
Und nun kommt der Hammer: Vor ein paar Tagen ist ein zweites Video zu Pork and Beans aufgetaucht, in dem der Videoclip verändert wurde. Neue Youtube-Stars, tonnenweise Anspielungen, die nur echte Nerds verstehen können und ein paar wirklich witzige Sequenzen. Das wird mich wieder einen halben Tag kosten, bis ich die ganzen Anspielungen nachrecherchiert habe.
Aber vor allem: Schaut euch das hier an und lacht, staunt oder was auch immer!